Im Zuge der umfassenden Neugestaltung der Puchstraße entstand diese Aluminiumbrücke als wichtiger Bestandteil der neuen Radverkehrsinfrastruktur. Sie verbindet den Radweg von der Puchstraße mit der Sturzgasse und ermöglicht damit eine durchgängige, sichere und vom motorisierten Verkehr vollständig getrennte Radwegverbindung.
Für Radfahrer und Fußgänger entsteht dadurch eine komfortable und zukunftsorientierte Querung des Mühlgangs.
Die Brücke überspannt den Mühlgang, dessen Wasserführung geregelt erfolgt. Hochwasserereignisse oder außergewöhnliche Wasserstände sind an diesem Standort nicht zu erwarten.
Dadurch konnte die Konstruktion optimal auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt und wirtschaftlich ausgeführt werden.
Eine technische Besonderheit dieses Projekts ist die schiefe Querung des Gewässers. Da die Brücke nicht rechtwinklig, sondern in einem Winkel über den Mühlgang verläuft, wurden beide Brückenenden in sogenannter Kreuzwinkel-Bauweise ausgeführt.
Diese Bauweise stellt sowohl die Fertigung als auch die Montage vor besondere Herausforderungen. Durch die schrägen Enden entstehen beim Zuschnitt zusätzliche Materialverluste, während im Unterbau konstruktive Verstärkungen erforderlich werden, um die auftretenden Kräfte sicher aufzunehmen.
Auch für den Baumeister ergeben sich dadurch außergewöhnliche Anforderungen. Aufgrund der konstruktiven Überhöhung des Tragwerks besitzt jede der vier Brückenecken eine unterschiedliche Höhenlage.
Trotzdem müssen die Auflager so hergestellt werden, dass am Brückenende eine exakt gerade Betonauflagerkante entsteht. Nur so kann das Schleppblech später sauber und gleichmäßig aufliegen und einen dauerhaft hochwertigen Übergang zwischen Brücke und Fahrbahn gewährleisten.
Solche Details bleiben den meisten Nutzern verborgen, sind jedoch entscheidend für die Langlebigkeit und Funktion einer hochwertigen Brückenkonstruktion.
Bereits während der Planung wurde die Brücke für zukünftige Anforderungen vorbereitet. Seitlich des Tragwerks wurden Leerrohre auf eigens vorgesehenen Halterungen geführt.
Dadurch können Versorgungs- oder Kommunikationsleitungen später ohne zusätzliche Eingriffe in die Konstruktion nachgerüstet werden. Diese vorausschauende Planung erhöht die langfristige Nutzbarkeit der Brücke und reduziert zukünftigen Bauaufwand.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie moderne Aluminiumbrücken weit mehr leisten als nur eine Gewässerquerung. Sie verbinden Menschen, schaffen sichere Mobilität und integrieren gleichzeitig technische Infrastruktur sowie anspruchsvolle Ingenieurslösungen in einem langlebigen und wartungsarmen Bauwerk.
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