Von der ersten Anforderung bis zur langlebigen Lösung.
Jede Aluminiumbrücke ist ein individuelles Projekt. Der Ablauf folgt jedoch einer klaren Struktur,
von der ersten Abstimmung über Planung und Fertigung bis zur Montage vor Ort.
Ein klar strukturierter Weg
Jeder Projektschritt baut auf dem vorherigen auf – nachvollziehbar, transparent und aus der Praxis erklärt.
🧭 Anforderungen
👉 Planung 📐
👉 Fertigung ⚙️
👉 Qualitätskontrolle 🔍
👉 Transport & Montage 🚛
👉 Übergabe 🌿
🧭 Was ist zu Beginn wichtig?
Die Anforderungen und örtlichen Gegebenheiten bilden die Basis.
⚙️ Was beeinflusst den Zeitplan?
Planung, Freigaben und Abstimmungen rechtzeitig koordinieren.
🌉 ⚙️ Fertigung & Montage führt zu?
Einer langlebigen Aluminiumbrücke, im Werk präzise gebaut und vor Ort effizient montiert.
Jede Aluminiumbrücke ist ein Einzelprojekt. Dennoch folgen alle Bauvorhaben einem klar strukturierten Ablauf, der Planungssicherheit für Bauherrschaft, Planer und Ausführende schafft.
Von der Idee bis zur fertigen Aluminiumbrücke
Klare Entscheidungen schaffen Sicherheit im Projektablauf 🧭 🧭
Jede Aluminiumbrücke entsteht aus einer konkreten Anforderung: eine sichere Querung schaffen, eine bestehende Brücke ersetzen oder eine neue Infrastruktur für Fuß- und Radverkehr ermöglichen.
Damit daraus ein dauerhaft funktionierendes Bauwerk entsteht, greifen viele einzelne Schritte ineinander – von der ersten Abstimmung über Planung und Fertigung bis zur Montage vor Ort und dem gemeinsamen Einweihungsfest.
Ein gut vorbereiteter Projektablauf entsteht durch das Zusammenspiel aller Beteiligten. Je früher die wesentlichen Anforderungen geklärt sind und je schneller Entscheidungen getroffen werden können, desto sicherer lassen sich Termine, Kosten und technische Lösungen planen.
1. Anforderungen und erste Abstimmung 🧭
Am Anfang stehen die örtlichen Gegebenheiten und die Anforderungen an die zukünftige Brücke:
- Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer
- Länge, Spannweite und Breite
- Umfeld und Einbausituation
- besondere Anforderungen wie Hochwasser, Gelände oder vorhandene Infrastruktur
Auf dieser Grundlage entsteht ein erstes Verständnis für die passende Lösung.
Jedes bekannte Detail hilft dabei, die technische Ausführung und die Kosten möglichst genau einzuschätzen.
Wichtige Fragen zur Projektvorbereitung
Bei einem Ersatzneubau sind beispielsweise folgende Punkte relevant:
- Gibt es Bestandspläne der bisherigen Brücke?
- Wer übernimmt die Verantwortung für bestehende Fundamente?
- Wer koordiniert Gesamtplanung und Einreichung für die Neuerrichtung?
Bei einem Neubau spielen unter anderem folgende Faktoren eine Rolle:
- Sind die Besitzverhältnisse geklärt?
- Liegt ein geologisches Gutachten vor?
- Gibt es Geländeschnitte und Informationen zu den örtlichen Gegebenheiten?
- Wie sind die hydrologischen Bedingungen bei einer Gewässerquerung?
- Sind Zufahrten für Tieflader und Montagegeräte geeignet?
- Gibt es besondere Anforderungen bei Bahnquerungen oder Leitungsführungen?
Auch zusätzliche Anforderungen beeinflussen Planung und Kosten:
- Soll die Brücke mit Dienstfahrzeugen befahrbar sein?
- Welche Belastung ist erforderlich?
- Sollen Wasser-, Kanal-, Strom- oder Glasfaserleitungen integriert werden?
- Ist eine Beleuchtung vorgesehen?
- Sind besondere Sicherheitsanforderungen wie Kletterhindernisse notwendig?
GRATIS Kostenüberblick:
Bereits mit Angaben zur gewünschten Brückenlänge und der erforderlichen lichten Breite können wir für das Tragwerk eine erste aktuelle Kosteneinschätzung erstellen.
Gerne besuchen wir Sie auch vor Ort, um die Situation persönlich kennenzulernen und die technische Umsetzung einzuschätzen.
2. Planung und technische Einordnung 📐
Nach Beauftragung wird die Brücke entsprechend den Anforderungen konstruiert und technisch ausgearbeitet.
Zu Beginn wird gemeinsam ein Übergabeprotokoll für alle am Projekt Beteiligten erstellt. Darin werden die vereinbarten Leistungen, Ansprechpartner und technischen Vorgaben zusammengefasst. Dadurch entsteht eine klare Grundlage für die weitere Umsetzung.
Bei der Planung spielen viele Faktoren zusammen:
- Tragfähigkeit
- Bauweise
- Abstimmung der Fundamente
- Montagebedingungen
- Normen und Rechtssicherheit
Eine sorgfältige Planung schafft die Basis für eine reibungslose Fertigung.
Da jede Brücke individuell geplant und technisch abgestimmt wird, benötigt die Ausarbeitung abhängig vom Projektumfang und dem Stand der Grundlagenermittlung in der Regel mehrere Wochen.
Es entstehen unter anderem:
- prüffähige Statik
- Übersichtsplanung
- Detailplanung
Eine klare und zügige Abstimmung aller Beteiligten unterstützt dabei einen effizienten Projektfortschritt.
3. Freigabe und Fertigung ⚙️
Nach Abstimmung der Ausführungsplanung beginnt die Vorbereitung der Fertigung.
Der Werksleiter stimmt den Produktionsablauf mit den bereits laufenden Projekten ab und legt die Einplanung des Bauwerks fest. Daraus entsteht ein realistischer Lieferzeitraum.
Ein wichtiger Punkt für den Projektablauf:
Je schneller die abgestimmte Planung freigegeben werden kann, desto früher kann die Fertigung Ihres Projektes eingeplant werden.
Auch eine rechtzeitige Beauftragung schafft Planungssicherheit und ermöglicht eine optimale Abstimmung der nächsten Schritte.
Bodenbeschichtung und Oberflächenbehandlung
Nach Fertigstellung des Tragwerks wird die Brücke für die Oberflächenbearbeitung vorbereitet.
Je nach gewähltem Belag wird beispielsweise ein mehrschichtiger Polyurethanbelag aufgebracht. Dieser benötigt eine entsprechende Aushärtezeit, bevor die Brücke ausgeliefert werden kann.
Auch eine industrielle Lackierung des Fachwerks kann Bestandteil der Ausführung sein.
Nach Abschluss der Arbeiten wird der Transport organisiert und der Liefertermin abgestimmt.
Die letzten Abstimmungen umfassen:
- Baustellenfotos
- Vermessung der Fundamente
- Kontrolle der Lagerpunkte
- Vorbereitung der Montage
Danach ist die Brücke bereit für die Verladung.
4. Qualitätskontrolle und Vorbereitung der Montage 🔍
Vor der Auslieferung werden alle wesentlichen Bauteile geprüft und für die Montage vorbereitet.
Je nach gewünschter Dokumentation kann das Tragwerk entsprechend den Anforderungen beispielsweise nach EXC2 oder EXC3 dokumentiert werden. Auf Wunsch kann zusätzlich eine Eintragung in ein digitales Brückenbuch erfolgen.
Die Fertigung im Werk ermöglicht kontrollierte Bedingungen und hohe Präzision – unabhängig von Wetter und Baustellenablauf.
Unser Ziel ist es, möglichst viele Arbeiten bereits im Werk abzuschließen und vor Ort nur noch die notwendigen Montageschritte durchzuführen.
5. Transport und Einhub vor Ort 🚛
Die fertig vorbereitete Brücke wird zur Baustelle transportiert und montiert.
Der Ablauf wird im Vorfeld genau abgestimmt:
- erforderliche Verkehrssicherungsmaßnahmen
- Bereitstellung des Krans
- Zufahrt und Einhubplanung
- Abstimmung mit örtlichen Gegebenheiten
Viele Transporte erfolgen aufgrund gesetzlicher Vorgaben in den frühen Morgenstunden oder nachts. Der Einhub kann bei Bedarf auch außerhalb üblicher Arbeitszeiten erfolgen.
Durch das geringe Gewicht von Aluminium können Montageabläufe effizient durchgeführt werden. Dadurch lassen sich Eingriffe vor Ort reduzieren, Kranleistungen optimieren und bestehende Wege oder Gewässerbereiche schneller wieder nutzbar machen.
6. Übergabe und langfristige Nutzung 🌿
Nach erfolgreicher Montage wird die Übergabe des Bauwerks gemeinsam dokumentiert.
Mit der Fertigstellung beginnt die eigentliche Lebenszeit der Brücke.
Die korrosionsbeständigen Eigenschaften von Aluminium unterstützen eine langlebige und wartungsarme Nutzung über viele Jahrzehnte. Dadurch können langfristig Erhaltungskosten reduziert und öffentliche Budgets geschont werden.
Gemeinsam schneller ans Ziel 🤝
Ein erfolgreiches Brückenprojekt entsteht durch klare Kommunikation und gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Bauherren können besonders durch folgende Punkte dazu beitragen:
- frühzeitige Klärung der Anforderungen
- vollständige Grundlageninformationen
- zeitgerechte Entscheidungen
- zügige Freigabe abgestimmter Planungsunterlagen
So entsteht aus einer ersten Idee Schritt für Schritt eine sichere, langlebige und wirtschaftliche Aluminiumbrücke.
Technische Details
Nach der gemeinsamen Abstimmung der Anforderungen entscheidet die durchdachte Planung und die präzise technische Ausführung über die langfristige Qualität → einer Aluminiumbrücke.
Maximale Breiten und Spannweiten
Die lichte Brückenbreite ist bis zu cirka 4,5m wirtschaftlich und einfach realisierbar.
Die tatsächlich mögliche Spannweite hängt von mehreren Faktoren ab:
- statisches System
- Belastung
- Profilquerschnitte
- Nutzung
- Montagebedingungen
Aluminiumbrücken können sowohl für kleine Querungen als auch für größere Fuß- und Radwegverbindungen eingesetzt werden. Die Fertigteil-Bauweise ist wegen dem Transport und wegen der Bauhöhe mit cirka 60,0m Spannweite ausgereizt.
Maßgebende Normen
Bei Planung und Herstellung von Aluminium-Fuß- und Radwegbrücken werden verschiedene Normen und Regelwerke berücksichtigt.
Dazu gehören unter anderem:
- Eurocodes für statische Nachweise
- DIN EN 1090 für die Ausführung von Tragwerken
- Regelwerke für Geländer, Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit
- projektspezifische Anforderungen des Auftraggebers
Die konkrete Zusammenstellung richtet sich nach Nutzung, Standort und Projektanforderungen.
Lastklassen
Aluminiumbrücken für Fuß- und Radverkehr werden entsprechend ihrer vorgesehenen Nutzung häufig mit einer Verkehrslast von 5 kN/m² bemessen.
Dabei werden unter anderem berücksichtigt:
- Verkehrslasten
- Personengruppen
- mögliche Dienstfahrzeuge für Unterhaltung und Rettung
- dynamische Einwirkungen
- außergewöhnliche Einwirkungen
Die Dimensionierung erfolgt projektspezifisch anhand der Anforderungen am Standort.
Ermüdungsnachweise
Bei wiederkehrenden Belastungen durch Fuß- und Radverkehr werden Ermüdungsbeanspruchungen berücksichtigt.
Insbesondere Verbindungen, Schweißbereiche und konstruktive Details werden hinsichtlich ihrer Dauerfestigkeit bewertet.
Lagerarten
Lager übertragen Kräfte zwischen Überbau und Widerlager und ermöglichen die erforderlichen Bewegungen der Brücke, sowohl in Längs- als auch in Querrichtung.
Je nach statischem System werden unterschiedliche Lagerfunktionen benötigt:
- Festlager
- längs bewegliches Lager
- quer bewegliches Lager
- allseits bewegliches Lager
Durch Schmutzabdeckungen bauen wir wartungsarme Lagerlösungen Die Auswahl und Dimensionierung der Lager erfolgt abhängig von Spannweite, Temperaturbewegungen (Standort) und statischem Konzept, wie außergewöhnliche Lasten.
Geländerhöhen
Geländer dienen dem Schutz der Nutzer und müssen den jeweiligen Sicherheitsanforderungen entsprechen.
Die erforderliche Höhe und Ausführung richtet sich nach Nutzung, Absturzhöhe, örtlichen Vorgaben und geltenden Regelwerken. Bei kürzeren Tragwerken mit einer Fachwerkkonstruktion in Geländerhöhen ist kein eigener Handlauf erforderlich. Auf Wunsch kann in jeder Höhe ein Handlauf angebracht werden oder auch zwei, z. Bsp. In 0,8m und in 1,3m Höhe um Behinderten im Rollstuhl unten eine Sicherung zu ermöglichen.
Zusätzlich spielen Gestaltung, Durchsturzsicherheit und Barrierefreiheit eine wichtige Rolle.
Rutschhemmung
Die Oberfläche von Gehbelägen muss auch bei Nässe eine sichere Nutzung gewährleisten.
Je nach Einsatzbereich kommen unterschiedliche Oberflächenlösungen zum Einsatz, beispielsweise beschichtete Aluminium-Gehflächen mit eingelagerten mineralischen Zuschlagstoffen oder auch strukturierte GFK-Profile. Aber sogar Holzbohlen mit verminderter Rutschhemmung oder Trimax-Elemente haben wir schon verbaut.
Die Ausführung wird entsprechend der Nutzung und den Anforderungen an Sicherheit und Komfort gewählt.
Korrosionsschutz
Aluminium bildet durch seine natürliche Oxidschicht einen eigenen Schutzmechanismus. Zusätzliche Oberflächenbehandlungen dienen daher vor allem der Gestaltung, der Erhöhung der Beständigkeit in besonderen Umgebungen und der Anpassung an die gewünschte Lebensdauer.
Zusätzlichen Schutz bieten geeignete Oberflächenbehandlungen wie Lackierung und Beschichtungen.
Die Wahl der Oberfläche hängt von Umweltbedingungen, Nutzung, Gestaltungswünschen und der angepeilten Lebensdauer ab.
Oberflächen
Die Oberfläche beeinflusst Erscheinungsbild, Nutzungssicherheit und Dauerhaftigkeit.
Es gibt mehrere mögliche Ausführungen. Unser Standardvorschlag sind:
- naturbelassene Aluminiumoberflächen
- industriemäßig lackierte Oberflächen
- mit Polyurethan und Korneinstreuung beschichtete Gehbereiche
Die Auswahl erfolgt entsprechend Funktion, Gestaltung und den Anforderungen des jeweiligen Projektes.
Fertigungstoleranzen
Eine präzise Fertigung ist Voraussetzung für eine problemlose Montage vor Ort.
Berücksichtigt werden unter anderem:
- Profilabmessungen
- Schweißverzug
- Anschlussdetails
- Montagebedingungen
Durch kontrollierte Fertigungsprozesse werden Passgenauigkeit und Qualität sichergestellt. Da wir im Aluminiumbau mit anderen Toleranzen arbeiten als im Betonbau, sind die Abstimmungen mit dem Baumeister, der für die Errichtung der Fundamente verantwortlich zeichnet, ein wesentlicher Abstimmungsschritt, damit am Ende alles zusammen passt.
Entwässerung
Eine sichere Wasserführung schützt die Konstruktion und erhöht die Lebensdauer.
Die Planung berücksichtigt:
- Gefälle: kleinere Brücken können auch einfach schief aufgelegt werden.
- Ablaufmöglichkeiten: standardmäßig überhöhen wir die Konstruktion und führen das Regenwasser zu den Enden der Brücke hin ab.
- Übergänge. An den Enden der Brücke können gezielte Ablaufsysteme sein.
Auch die Ansammlung von Kondenswasser wird durch konstruktive Maßnahmen möglichst vermieden.
Typische Eigengewichte
Das geringe Eigengewicht ist eine konstruktive Besonderheit von Aluminiumbrücken.
Im Vergleich zu Stahl- oder Betonlösungen können dadurch häufig leichtere Konstruktionen, einfachere Transporte und kürzere Montagezeiten erreicht werden. Denken wir an Stahl, dann kann mit etwa einem Drittel des Eigengewichts dieselbe Tragfähigkeit erreicht werden. Bei Beton ist der Unterschied noch größer.
Das tatsächliche Gewicht hängt von Spannweite, Breite, Ausstattung und statischer Auslegung ab.
Gründungsarten
Die Gründung hängt von Standort, Bodenverhältnissen und örtlichen Bedingungen ab.
Mögliche Lösungen sind:
- Betonfundamente
- Stahlbetonwiderlager
- Pfahlgründungen
- andere projektspezifische Lösungen
Durch das geringe Eigengewicht von Aluminium können häufig schlanke Gründungskonzepte realisiert werden. Standardmäßig schlagen wir Betonfundamente mit kleinen Köchern vor, in die dann die Lagerschuhe mit Schnellbeton eingegossen werden. Gerne erkunden wir die beste Lösung für ihr Projekt!
Qualitätskontrollen
Die Qualitätssicherung begleitet den gesamten Planungs- und Herstellungsprozess.
Sie umfasst unter anderen:
- Prüfung der Werkstoffe
- Überwachung der Fertigung
- Kontrolle von Schweißarbeiten
- Dokumentation relevanter Arbeitsschritte